SEI BESTSELLER-AUTOR:IN

Die Konkurrenz in der Buchwelt. so ein quatsch!

Wir stehen überall im Wettbewerb, oder? Wer hat den knackigsten Hintern? Wer bekommt die besten Noten? Wer fährt ins schönste Urlaubsland? Wer steigt die Karriereleiter höher?

Als ich mit dem Schreiben anfing, dachte ich, dass das auch in der Buchwelt so sein müsste. Ich meine, es gibt ein Produkt und eine Zielgruppe. Da müssen die Autor:innen doch erpicht darauf sein, besser zu schreiben als alle anderen. Besser zu sein. Mehr zu verkaufen. Die Leser:innen zu fangen.

Hm, vielleicht ist das bei manchen so. Aber ich weiß nicht, warum. Ich habe mein zwar unterdrücktes, aber doch leider durch die Erziehung von DDR-Lehrern stark ausgeprägtes Wettbewerbs-Verhalten, zum Glück sehr schnell zur Seite schieben können.

Schon beim Schreiben habe ich erfahren dürfen, dass es nicht darum geht, besser zu sein als die anderen. Ich wollte mein Bestes geben. So gut sein, wie ich nur sein kann. Wie nur ich sein kann. Ich wollte niemanden übertrumpfen und ich wollte nicht, dass jemand schlechter ist als ich. Oder weniger verdient.

Denn eine Sache wurde mir ziemlich schnell klar: Es ist genug für alle da. Es gibt Leute, die lesen jeden Tag ein Buch. Das sind dreißig Bücher im Monat, machmal 31. 365 im Jahr. Ich meine, hey, welches Produkt (außer ein veganer Hafermilch-Cappuccino mit Karamelsoße, decaf) kann so viele Produkte an eine Person in einem Jahr verkaufen?

Und dann: Wenn wir gut sind, dann werden vielleicht weitere Menschen inspiriert zu lesen. Das heißt, mehr Leute lösen die Nase vom Social-Media-Netflix-Screen und gucken in ein Buch. Das ist doch genial!

Also möchte ich, dass alle anderen Autor:innen so gut sind, wie sie sein können, und auf diese Weise Millionen Menschen für ihre Bücher begeistern können.

Es ist genug für alle da. Es besteht kein Mangel an Leser:innen. Darauf dürfen wir vertrauen! Hashtag Gemeinsamstattgegeneinander.

Danke, dass du (mich) liest!

/Andrea

/PS dies ist ein Auszug aus meinem Buch 108 Dinge, die ich vor dem Schreiben meines ersten Buches gern gewusst hätte.

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