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Wie man in einer Buchhandlung sein Buch vorstellt

/PS dies ist ein Auszug aus meinem Buch 108 Dinge, die ich vor dem Schreiben meines ersten Buches gern gewusst hätte.

Als ich das erste Mal in einen Buchladen gegangen bin, um mein Buch vorzustellen, war ich so nervös, dass meine Stimme gezittert hat. Ich hatte mir einen Text zurecht gelegt, ja, aber der kam kaum über meine Lippen. Ich habe mich unendlich mies gefühlt. Dabei hatte ich dafür keinen Grund, richtig? Es sollte doch leicht sein, mit dem eigenen Buch in einen Laden zu gehen und die dort arbeitenden Menschen zu bitten, einen Blick darauf zu werfen. Es eventuell sogar ins Sortiment aufzunehmen.

Nein, das ist es nicht. Und die Wahrheit ist, dass die meisten Leute, die ich in diesen Läden angesprochen habe, ganz offensichtlich keine Lust auf eine Debüt-Selfpublisherin hatten, die ihnen ungefragt ihr Buch anbietet. Verständlich irgendwie. Aber auch schade.

Gut, ich will nicht darüber lamentieren, denn ich habe festgestellt, dass es einen riesigen Unterschied macht, wie man einen solchen Laden betritt. Mit gesenktem Kopf und ohne Ansichtsexemplar ist schon mal kein Weg, der ohne weiteres zum Erfolg führt.

Wenn ich aber auf diese Dinge achte, schicken die Verkäufer:innen mich zumindest nicht direkt wieder weg, sondern verweisen mich an Kollegen, nehmen mein Buch zur Ansicht und unterhalten sich mit mir.

1. Buch dabei haben. Und zwar vom ersten Moment an gut sichtbar. So, dass die Händler:innen direkt erkennen können, dass du ein richtig gutes Cover hast, das Leser:innen ansprechen wird.

2. Kontaktdaten. Eine Visitenkarte oder Postkarte im Buch oder einfach nur ein kleiner Zettel mit deinem Namen, deiner Telefonnummer und deiner E-Mail-Adresse reicht aus.

3. Flyer / Postkarten. Wenn du Werbemittel dabei hast, kannst du direkt darauf hinweisen, dass du diese gern jedem Buch beilegen kannst. Auch das wirkt professionell und bietet einen Mehrwert.

4. Ansprache / Text vorbereiten. Überlege dir vorher ganz genau, was du sagen möchtest.

Hallo, hätten Sie einen kleinen Moment Zeit. Ich habe eine Frage.

Ich bin Autor:in im Bereich … Dies ist mein aktuelles Buch. Ich kann mir gut vorstellen, dass das in ihren Laden passt, weil … Hier macht es natürlich Sinn, wenn dein Buch wirklich in diesen Laden passt. Schreibst du Ostseekrimis und suchst eine Buchhandlung an der Küste auf, solltest du das auf jeden Fall als Argument klar machen.

Überlege dir auch einen aussagekräftigen Pitch, mit dem du dein Buch vorstellst. Denk darüber nach, welche Fragen aufkommen könnten und wie du sie beantwortest.

5. Nett sein. Buchhändler:innen haben viel zu tun. Manchmal haben sie deshalb einfach keine Zeit für dich. Manchmal wollen sie auch einfach keine neuen Bücher aufnehmen. Beides darfst du akzeptieren. Du könntest fragen, ob es zu einem anderen Zeitpunkt besser passt, und vielleicht sogar einen Termin ausmachen. Hinterlasse auch bei einer Absage einen guten Eindruck.

Ich weiß, wie schwer es ist, in einen Buchladen zu gehen, um sein Werk vorzustellen. Aber es wird mit jedem Mal leichter und hin und wieder hat man Erfolg.

Ich habe es mir nun zur eigenen Challenge gemacht, immer ein Buch dabei zu haben, wenn ich in die Stadt gehe und in den Buchläden vorzustellen.

Danke, dass du (mich) liest!

/Andrea

Comments (2)

  • Dany Matthes

    Danke für den schönen Einblick. Ich drück dir die Daumen, dass du noch viele Buchhandlungen überzeugen kannst.

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