Tools für Autor:innen

Immer wieder werde ich gefragt, mit welchem Programm ich schreibe und was ich sonst noch so nutze.

Ich arbeite mit verschiedenen Programmen und Geräten, um produktiv und kreativ zu sein. Über die Jahre habe ich feste Workflows entwickelt und bin offen für neues. Diese Liste ist deshalb weder absolut, noch fertig, noch passt sie für jeden.

Du wirst hier bestimmt Dinge finden, die dir deinen Alltag erleichtern können. Und dann wirst du auf Punkte stoßen, die für dich nicht einmal Sinn ergeben.

Nimm mit, was du brauchst, und lass den Rest für die anderen liegen.

Manche der Links sind Affiliate Links. Das heißt, ich erhalte eine Provision, wenn du das Produkt kaufst oder abonnierst. Ich habe die Sachen aber nicht danach ausgewählt und für dich wird nichts teurer.

Programme

Scrivener

Ich schreibe und überarbeite mit Scrivener. Ich sammle darin meine Notizen, Recherchen, Fotos, Hinweise von Testlesern und meiner Lektorin und alles andere, was ich für mein Buch brauche. Ich liebe den Aufbau des Programms, den Workflow und die Schlichtheit, hinter der sich so viele Funktionen verstecken.

literaturandlatte.com

GoodNotes

GoodNotes nutze ich auf Tablet und Desktop und Handy, besonders aber auf dem Tablet mit einem Pencil für meine Bullet Journal Planung und handschriftliche Notizen zu allem. Egal, ob ich eine Geschichte entwickle, ein Treffen mit einer anderen Autorin plane oder einen Online-Kurs ansehe und mir dazu Aufzeichnungen anfertige oder in einem PDF wichtige Stellen markiere. Im Apple-Kosmos synchronisiert das Programm über die iCloud und so kann ich mir meine Notizen direkt auf dem Computer ansehen, sie dort weiterverarbeiten oder etwas anderes damit machen.

goodnotes.com

Notizen App

Hier speichere ich mir Textbausteine, teile Notizbücher mit anderen wie meiner virtuellen Assistentin oder ich speichere Screenshots von Online Kursen, Cover-Ideen oder anderen Dingen. Was ich bei den Apple Notizen sehr genieße, ist, dass ich mehrere Screenshots usw. in der gleichen Notizen speichern kann. Das System merkt sich, welche Notiz ich zuletzt genutzt habe, und fügt den neuen Screenshot einfach darunter ein. Früher habe ich Evernote verwendet, bin damit aber nie wirklich klar gekommen.

ProCreate

ProCreate ist ein Zeichen-Tool, mit dem ich erste Cover-Entwürfe anfertige, andere Designs skizziere oder Skizzen für meine Illustratorin anfertige, damit sie weiß, was ich von ihr brauche. Es ist ein sehr mächtiges Tool, das viel Spaß macht, wenn man sich hineingearbeitet hat.

procreate.art

InDesign

Mit Adobes Layout-Programm erstelle ich den Buchsatz für meine Bücher, meine Cover, meine Werbegrafiken, meine Workbooks – schlicht: alles! Dieses Programm ist so toll, intuitiv und wahnsinnig mächtig. Du darfst dich eine Weile hineinarbeiten, Tutorials ansehen und tausend Fehler machen. Und dann macht es richtig viel Spaß (bis zum nächsten Fehler).

adobe.com

 

Vellum

Dieses Programm gibt es leider nur für Apple. Ich führe es trotzdem hier auf, denn es ist für mich alternativlos, wenn es um die Erstellung von E-Books im EPUB2 Format geht (für EPUB3 finde ich Atticus toll und wenn du exklusiv über Amazon veröffentlichst, reicht das auch):

Mit Vellum erstellst du also E-Books. Du importierst deine Word-Datei, passt die eingefügten Kapitel und die anderen Seiten an und exportierst deinen Text ins mobi (um es z.B. direkt auf einen Kindle E-Reader zu schicken) oder EPUB-Format. Wenn du die größere Version kaufst, kannst du auch PDFs erstellen.

vellum.pub

Structured

Das ist ein Programm, mit dem du deinen Tag planen kannst. Ein (extrem viel) besserer Kalender, wenn du so willst. Ich trage dort meine Tagesaufgaben ein, die ich aus meinen Wochenplänen aus GoodNotes entnehme. Jeden Tag aufs Neue. Zusätzlich habe ich dort wiederkehrende Aufgaben vermerkt und das Programm synchronisiert meinen Kalender, aus dem es Termine überträgt. Ich liebe die Schlichtheit und den Funktionsumfang. Man kann verschiedene Farben für die Aufgaben nutzen und die Darstellung des Tagesplans ist toll.

structured.today

numbers / excel

Ich arbeite mit Numbers von Apple, aber Excel würde dieselben Funktionen erfüllen. Immer wieder habe ich versucht, Projekte mit Asana oder Trello zu planen, Das war mir zu kompliziert. Vermutlich habe ich die Programme aber auch immer falsch benutzt. In Numbers arbeite ich mit meiner virtuellen Assistentin bei verschiedenen Projekten zusammen, ich speichere Notizen über meine Testleser und Bloggerinnen und sammele Video-Ideen, zu denen ich mir weitere Notizen mache, wie alternative Titel (für Pinterest) oder das Veröffentlichungsdatum inklusive Link.

Online Tools:

Later

Mit Later plane ich (nicht alle) Inhalte für Instagram, Pinterest und Facebook. Ich nutze die bezahlte Version und der Dienst veröffentlicht meine Bildchen für mich, wann ich das möchte. Ich arbeite gern mit Later, aber es gibt auch andere Services, die den Zweck des Programms erfüllen. Das Tolle ist einfach, dass man sich keine Gedanken darum machen muss, wann man etwas postet. Du kannst einmal in der Woche oder auch einmal im Monat Inhalte vorbereiten und sie werden dann nach und nach gepostet.

later.com

Zapier

Zapier ist ein Automatisierungstool, das es mir erlaubt zum Beispiel Newsletter Abonnenten über Facebook zu sammeln und diese direkt an MailerLite zu schicken. Man kann unzählige Programme miteinander verknüpfen und so einige Aufgaben automatisch erledigen lassen. Bei mir sind das unter anderem Facebook und YouTube bzw. WordPress, wodurch neue Inhalt direkt auf Facebook gepostet werden, oder auch die gleiche Verbindung mit Pinterest. Außerdem lasse ich ein paar Sachen direkt in einer Google Docs Tabelle speichern, die meine Assistentin dann weiter verarbeitet.

zapier.com

Barcode Generator

Für das Printcover brauchst du einen Barcode deiner ISBN. Diesen kannst du super easy über diesen Online-Dienst erstellen. Dafür links bis ISBN Codes / ISBN 13 scrollen, in der Mitte deinen Code eintragen und rechts unbedingt eine dpi von 300 einstellen und am besten als PNG speichern.

barcode.tec-it.com/de

DIY Mockup Generator

Ich erstelle meine Mock-ups inzwischen mit Photoshop, doch wenn das nicht dein Ding ist, gibt es einen superschnellen Weg, dein 2D-Cover in ein 3D-Cover zu verwandeln. Du lädst einfach deine Grafik hoch, wählst das Layout aus und lädst dir die Datei herunter. Am besten googelst du nach DIY Mockup Generator und findest den für dich passenden Anbieter.

Adobe Stock

Obwohl ich so gern selbst fotografiere, geht es manchmal deutlich schneller, ein Foto zu kaufen. Ich nutze nur sehr ungern lizenzfreie Medien, weil ich unsicher bin, ob die nicht vielleicht von jemandem geklaut wurden, der sie dann als kostenlos anbietet. Außerdem finde ich es fair, für so etwas wie ein Bild zu bezahlen.

stock.adobe.com

Fiverr

Fiverr ist ein Freelancer-Dienst, auf dem so für so ziemlich jede Dienstleistung jemanden findest, der sie macht. Zu den unterschiedlichsten Preisen. Und natürlich auch in unterschiedlicher Qualität. Ich habe darüber Leute für Illustrationen, Ton-Bearbeitung, Hilfe bei Übersetzungen, Musik-Komposition und Erstellung von Grafiken gefunden.

www.fiverr.com

Google Docs

Nutze ich gern mit anderen (nicht Mac-Usern) oder um dort Inhalte durch Zapier ablegen zu lassen. Ziemlich gut finde ich die Formularfunktion, mit der man super schnell und leicht Umfragen erstellen kann. 

MailerLite

Ich habe zwei Newsletter-Dienste ausprobiert. Mailchimp und MailerLite. Für MailerLite habe ich mich 2018 vor allem wegen der Datenschutzverordnung entschieden. Heute ist das vermutlich kein ausschlaggebendes Argument mehr. Ich bin aber sehr, sehr zufrieden mit dem Dienst und empfehle ihn immer. Besonders der Support ist schnell und tut alles, um ein Problem zu lösen.

mailerlite.com

technik:

Die folgenden Links führen zu Amazon. Es sind Affiliate-Links, wenn du also später etwas über Amazon kaufst, erhalte ich eine winzige Provision. Für dich ändert sich nichts.

Laptop

Die meiste Zeit über arbeite ich am Schreibtisch, doch früh morgens oder unterwegs nutze ich den Laptop. Ich bin vor ein paar Jahren komplett auf das Mac-System umgestiegen und habe es bis heute nicht bereut. Zum Schreiben reicht vermutlich jeder Laptop. Ja, selbst eine Schreibmaschine. Jedoch fällt mir das Arbeiten leichter, wenn ich die Technik nicht bemerke, die Tastatur sich angenehm tippen lässt und alles schön aussieht.

amzn.to/38reTrU

Desktop PC mit 32 Zoll Screen

Schreiben ist nur ein Teil meiner Autorinnenarbeit. Videos schneiden, Grafiken erstellen, Buchsatz, Coverdesign, E-Mails beantworten usw. Schon vor dem Schreiben habe ich mit großen Monitoren gearbeitet, auf denen ich die Fenster so anordnen konnte, wie ich es brauchte. Ständig zwischen Fenstern oder virtuellen Bildschirmen hin und her zu wechseln nervt. Mein 32 zoll Dell U3219q von 2018 ist noch ein Relikt meiner Fotografinnen-Zeit und arbeitet super mit dem M1 mini zusammen.

Mac mini M1 amzn.to/36TtJr0

Dell U3219Q amzn.to/3vioz0W

Trackpad

Ich habe seit Jahren nicht mehr mit einer Maus gearbeitet, weil ich mit dem Trackpad präziser steuern und mehr Gesten nutzen kann. Leider gibt es für Windows kaum Lösungen, was ich nicht verstehen kann.

amzn.to/3F5TIZ3

Tablet

Mein iPad kommt vor allem für handschriftliche Sachen zum Einsatz. Notizen, Zeichnungen, Planung. Aber auch für Bild- und Videobearbeitung und zum Recherchieren nutze ich es gern. Ich kann es außerdem als weiteren Bildschirm verwenden und dank Universal Control von meinem Laptop oder Mac mini auch mit meiner Maus darauf zugreifen. Das ist ziemlich cool.

amzn.to/3EPbTC2

Smart Pencil

Mit einem Pencil kannst du handschriftlich auf deinem Tablet agieren. Und das funktioniert wahnsinnig gut, auch mit einem Stift, der nicht von Apple ist. So kannst du GoodNotes oder ein anderes Programm richtig ausnutzen und darin all deine Bücher planen oder Skizzen von deinen Charakteren anfertigen.

Apple Pencil amzn.to/3Ky1Q5H

Günstiger Smart Pencil amzn.to/3MsYgee

Paperlike Folie fürs Tablet

Mit dem Pencil auf dem Tablet zu schreiben, ist toll. Allerdings rutscht man ziemlich schnell weg. Damit das nicht passiert, gibt es papierähnliche Folien, die zudem einen mattierenden Effekt haben. Das Display spiegelt dann nicht mehr so stark. Ich habe zwei Folien ausprobiert. Paperlike und Esanik. Die Paperlike-Folie hätte ich gern gemocht, aber ich hatte ziemliche Schwierigkeiten, sie auf das Display zu bringen. Die von Esanik ist deutlich günstiger und tut ihren Zweck für mich ähnlich gut.  

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E-Reader

Meinen E-Reader nutze ich sowohl zum Lesen anderer als auch meiner Bücher. Ich mag auch Bücher im Papierformat, aber das Markieren von Stellen in Sachbüchern ist auf einem Kindle leichter und ich kann die Markierungen später auf meinem Computer durchsehen. Außerdem habe ich ihn immer dabei (oder die App auf dem Handy) und kann so in Geschichten und Wissen anderer eintauchen, wann immer ich das möchte.

Kindle Paperwhite amzn.to/3rVFYdJ

Smartwatch mit Diktiergerät

Ich bin kein großer Fan (mehr) von Noitzbüchern. Das viele Papier, das Gewicht, die Unmöglichkeit, etwas noch einmal schöner zu schreiben … Wenn ich unterwegs eine Idee habe, mir etwas unbedingt merken will, spreche ich diese Idee auf mein Diktiergerät. Früher war das ein echtes mit Knöpfen und so, heute ist es meine Smartwatch. Ich habe eine tägliche Routine, während der ich alle meine neuen Notizen durchgehe, so auch die Audiodateien, die ich auf die Uhr spreche. Dann verarbeite ich sie weiter und bin jedes Mal erstaunt, was ich finde. Vieles vergesse ich tatsächlich. Das liegt bestimmt nicht an meiner niedrigen Gedächtnisleistung, sondern daran, dass ich meinem Gehirn die Möglichkeit zum Loslassen gegeben habe.

Apple Watch amzn.to/3MBW1Wi

Offline:

Laptopständer

Ich arbeite sehr gern von der Couch aus, aber nur maximal eine Stunde. Danach muss ich stehen und wenn ich nicht an den Schreibtisch möchte, suche ich mir einen anderen Platz. Dort postiere ich den Laptop auf einem Ständer, den ich in der Höhe und Neigung verstellen kann. Wenn ich sehr intensiv schreibe, wackelt er ein bisschen, aber das ist okay und viel besser, als nach drei Stunden mit Rückenschmerzen und verrutschtem Kreislauf wieder aufzustehen.

amzn.to/3LohZeT

Laptopkissen

Auf der Couch ruht mein Laptop auf einer Holzplatte, unter der sich ein Kissen befindet. Das schont die Lüfter und macht das Arbeiten sehr viel leichter.

amzn.to/37NKF2v

Stehschreibtisch

Seit langer Zeit arbeite ich im Stehen. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zunächst auf einen Schwinghocker und dann zu einem höhenverstellbaren Schreibtisch gewechselt bin. Die Vorstellung, meinen Tag in einem Bürostuhl zu verbringen, fühlt sich so fremd an, wie wieder mit dem Rauchen anzufangen. Fremder.. Inzwischen verstelle ich den Schreibtisch überhaupt nicht mehr. Ich nutze das Kurbel-Untergestell von IKEA mit einer IKEA-Platte.

www.ikea.com/de/de/p/skarsta-trotten-schreibtisch-sitz-steh-beige-weiss-s29477959/

Zaphir Klangspiel

Das Klangspiel hängt neben meinem Schreibtisch und wenn eine Katze vorbeiläuft oder ich bewusst damit spiele, ertönen Klänge, die mich sofort erden und so wunderschön sind.

anklang-musikwelt.de/d/instrumente/koshi-zaphir-klangspiele/klangspiel-koshi.html

Balance Pad

Manchmal drücke ich die Knie beim Stehen zu stark durch. So ein Balance Pad hält mich nicht nur mehr in Bewegung, sondern sorgt auch dafür, dass meine Gelenke entlastet werden. Im Winter wärmt es auch etwas.

amzn.to/3vjfWDg

Schwanenhals Handy Halter

Dieses Ding ist so eine geniale Erfindung. Ein Stativ fürs Handy, das man an jede Kante schrauben und in alle Richtungen verbiegen kann. Zudem hält es das Telefon sicher und ohne großartiges Gefummel. Wozu man das als Autorin braucht? Zum Aufnehmen von Fotos und Videos für Social Media und Co.

amzn.to/3khlPdW

TIPPS:

Kennst du weitere tolle Tools, die ich unbedingt ausprobieren muss? Sag Bescheid!

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